ARS VIVENDI Wein aus ITALIEN - Kopper

 Weinimport + Groß- und Einzelhandel mit Qualitätsweinen
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Eine Reise durch das Weinland Italien

(Vortrag von Gabriele Kopper)

ARS VIVENDI - DIE KUNST DES LEBENS 

Oinotria = das Weinland nannten die alten Griechen Italien. Das war eine Auszeichnung, denn auch die Hellenen wussten gute Tropfen zu schätzen.

Während sich im Norden der Metschaum noch in den Rauschebärten der Germanen verfing, musste sich Julius Cäsar in Rom vor einem Staatsbankett entscheiden, welche Sorte und welchen Jahrgang eines Weines er ausschenken lassen sollte.

Erst römische Legionäre brachten auf ihren Eroberungen Weinreben nach Iberien, Gallien und Germanien und bauten sie an Sonnenhügeln an. So kam der Weinbau vor ca. 2000 Jahren nach dem Norden und erfreut uns noch immer.

Gehen wir wieder aus den rauen Gefilden zurück nach Italien.

Italien = Antike, Renaissance, Barock 
           
= Baukünstler, Bildhauer, Musiker, Maler 
           
= uraltes Kulturland

Nun müssen wir uns die bedeutsame Frage stellen: 
           
Ist Wein ein Getränk?
 
           
Ist Wein Nahrung?

Wohl beides, vor allem aber ein entscheidender Kulturträger.

Und weil uns das Kulturbedürfnis wieder nach Süden über die Alpen führt, können wir uns eine Italienreise überhaupt nicht denken, ohne auch mit dem italienischen Wein Freundschaft zu schließen.

Einen „vino del paese“ , den Wein der in nächsten Umgebung einer Osteria gedeiht, in der man sich gestärkt hat, hat schon fast jeder getrunken, aber die höhere Reife hat ein wahrer "buongustai", ein wirklicher Feinschmecker erst erreicht, wenn er zu Ravioli oder Tortellini, zu Braten und Wild, zu Fisch und Frutti di Mare die passenden Weine aussucht und trinkt. Also Spitzenweine, die im Vergleich mit anderen europäischen Weinen glänzend bestehen.

Bevor wir mit der Reise in die verschiedenen Regionen Italiens beginnen, sollten noch die verschiedenen Qualitätsmerkmale italienischer Weine bekannt sein.

Seit 1992 gilt das neue italienische Weingesetz vom Landwirtschaftsministerium.

Die Qualitätspyramide stellt sich wie folgt dar:

DOCG = denominazione di origine controllata e garantita (kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung

DOCG ist ein Gütezeichen, das nur wertvollen Weinen vorbehalten bleibt. Die Flaschen müssen eine staatliches Siegel haben.

DOC = denominazione di origine controllata
(kontrollierte Ursprungsbezeichnung)

Dies sind Weine, die aus einem genau begrenzten Anbaugebiet stammen. Alle natürlichen Bedingungen, wie Bodenbeschaffenheit, Lage, Rebsorten, Hektarertrag aber auch Beschneidungssysteme, Kelterung und Lagerung sind genau festgelegt. Das gilt natürlich auf für die DOCG-Weine.

IGT= indicazione geografica tipica (geografische Ursprungsbezeichnung)

Diese Weine entsprechen den deutschen bzw. französischen Landweinen
(Anbaugebiet,  Ertrag, Rebsorten und Mindestmostgewicht sind festgelegt)

VDT = vino da tavola  (Tafelwein)  
Dies sind einfachste Weine, die ohne gesetzliche Regelungen produziert werden dürfen.

Auf dem Etikett einer Weinflasche stehen aber auch noch andere Bezeichnungen, die für den Weintrinker von Interesse sind (siehe Menüpunkt Etikett

Unsere Reise durch Italien geht im wesentlichen durch die wichtigsten Weinregionen mit den bekanntesten und besten Weinen, die fast alle in Nord- und Mittelitalien liegen. Der Süden produziert natürlich auch viele Weine, hat aber die Qualitätskriterien und den Bekanntheitsgrad noch nicht erreicht. Wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Die  südlicheren Regionen werden daher nur kurz durchstreift.

Wir fahren über den Brenner nach ALTO ADIGE/SÜDTIROL und ins TRENTINO  

Südtirol ist ein beliebtes Wander- und Schifahrerziel der Deutschen. Die Hauptstadt Bozen ist die Handelsstadt für Wein und Obst aber auch Industriestadt. Wer kennt nicht Meran, Epan, Girlan, Kaltern, St. Magdalena, um nur einige Orte zu nennen.

Die Südtiroler haben es glänzend verstanden, ihre etwas bodenständige, kräftige Küche mit den saftigen Braten, Würsten, Strudeln mit der mediteranen, italienischen Küche zu verbinden und den kulinarischen Übergang zum Süden zu vollziehen. Die Südtiroler haben in den letzten Jahren das Image der Massenwein-Produktion abgelegt und produzieren mittlerweile wunderschöne kräftige Spitzenweine, die überall Anerkennung finden.

Magdalener, Lagreiner, Blauburgunder, Terlaner und Vernatsch sowie Kalterer sind die bekanntesten. Im Gegensatz zu Deutschland stellen viele Winzergenossenschaften in Südtirol die besten Weine her. Bedeutende Weinmacher sind Franz Gojer, Zanella, Hartmut Spitaler, Alois Lageder. An der gesamten Weinerzeugung hat Südtirol einen Anteil von 5%.  

Doppelt so groß wie in Südtirol ist die Anbaufläche im TRENTINO. In der Nähe von Trient werden die besten Spumanti Italiens produziert. Einer der allerbesten heißt – wie könnte es anders sein „Ferrari“. 

Der Piemonteser ist in seiner Grundhaltung noch bäuerlich geblieben. Das zeigt sich auch in der Küche: Stark gewürzt, kräftige Braten, mit Knoblauch gewürzte Saucen, Fasanen und Wachteln, Wildbret und natürlich weißer Trüffel aus Alba, das weiße Gold des Piemont . 

Zu einer solch kräftigen Küche gehört ein kraftvoller, feuriger Wein. Die bekanntesten und besten Weine des Piemont sind der Barolo und der Barbaresco, beide aus der Nebbiolo-Traube gekeltert.

Wichtige Weinorte sind Alba, Asti, Barolo, Barbaresco und Gavi.

Durch den französischen Einfluss wurde nicht nur der Dialekt, sondern auch die Vinifizierung des Weines beeinflusst. Der  Barolo muss 3 Jahre im Fass lagern bis er abgefüllt wird und hat 13 % Alkohol, der Barbaresco hat etwas weniger und wird nur 2 Jahre im Fass gehalten.

Aber auch der Barbera, der Nebbiolo und der Dolcetto sind wunderbare Weine, die aus den gleichnamigen Trauben gekeltert werden. Angelo Gaja aus Barbaresco, der Inbegriff italienischer Weinmacher, wird als der Weinpapst Italiens bezeichnet. Seine Barolos und Barbarescos sind die besten des Piemont.

Gavi ist ein kleines Anbaugebiet, benannt nach dem Ort Gavi. Der gleichnamige Wein wird aus der Cortese-Traube gekeltert und gilt als der beste Weißwein des Piemont.

Der meistangebaute Wein neben dem Barbera ist der Moscato d`Asti, aus Muskateller-Trauben gekeltert. Aus dieser Traube wird der Spumante d`Asti gemacht, ein Schaumwein mit hoher Restsüße.

Als letztes großes Weingebiet besuchen wir jetzt noch die  TOSKANA.

Der Gott, der die Hügel von Florenz erschuf war ein Künstler. Er war Goldschmied, Bronzegießer, Bildhauer und Maler - er war ein Florentiner und ein Toskaner dazu.

Pinien, Zypressen, Olivenbäume, Lorbeer, Oleander, Feigen und Reben, - Buchen, Eichen, Rosen und Lilien - überall dort wo diese Flora ein Bild schönster Ausgewogenheit zeigt, dort ist die wahre Toskana. Eine einmalige  Landschaft vom Apennin bis zum  Tyrrhenischen  Meer - eben vollkommen harmonisch, wie auch die toskanische  Küche. Ein herrlicher Zusammenklang von bestem Öl, zartem Fleisch und köstlichen Weinen. Weltberühmt die "bistecca alla fiorentina". Zu dieser natürlichen aber erlesenen Küche gehört der Chianti, der bekannteste unter den italienischen Weinen.

Zu Florenz, wo die Medici zu Hause waren, muss man nicht viel sagen, das haben schon andere getan.

Der Besuch der Uffizien, eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt, mit Werken von Michelangelo, da Vinci, Raffaelo, Botticelli und Dürer, um nur einige zu nennen, ist ein Muss. Aber auch ein Bummel in den Einkaufsmeilen der Stadt wo die Modeschöpfer wie Valentino, Gucci, Versace, Armani u.v.a. ihre Edelgeschäfte haben, ist ein besonderes Erlebnis.

Südlich von Florenz beginnt das Chianti-Gebiet, das wichtigste Weinbaugebiet der Region. Es ist in 7 Zonen unterteilt: Chianti Classico, Chianti Rufina, Colli Aretini, Colli Fiorentini, Colli Senesi, Colline Pisane und Colline Montalbano.

Der Chianti wird aus 2 roten und 2 weißen Traubensorten gekeltert. Die wichtigste ist die Sangiovese-Traube mit einem Anteil von ca. 75 %. 10 % beträgt der Anteil der Canaiolo-Traube. Ungewöhnlich ist die Verwendung von weißen Trauben, der Trebbiano- und der Malvasia-Traube.

Eine neue DOCG-Regelung schreibt jetzt vor, dass der Weißweinanteil auf max. 10 % (vorher fast 30 %) begrenzt wird, was den Wein haltbarer macht.

Der Rotwein macht 75 % der Gesamtproduktion in der Toskana aus.

Es gibt aber auch traditionelle Weißwein-Gebiete, wobei die Gegend um San Gimignano, wo der Vernaccia di San Gimignano angebaut wird, die bekannteste ist.

Vin Santo ist ein kostbarer, süßer Dessertwein, der aus rosinierten Trauben (Malvasia, Trebbiano, Grechetto) gekeltert wird. Die Trauben werden nach der Ernte 2 bis 3 Monate luftgetrocknet.

  Das Chianti Classico-Gebiet, das bekannteste, liegt zwischen Florenz und Siena. Man nennt es auch das "Reich des schwarzen Hahnes" "Gallo Nero".  Dieses kleine, am Flaschenhals angebrachte Etikett ist das Symbol des Konsortiums, dem der Großteil der Weinerzeuger des Chianti Classico angehört.

Die herausragenden Weinmacher der Toskana sind die Marchesi Antinori, die schon unter den Medici in der Renaissance im Weingeschäft tätig waren.

Obwohl Tafelwein (vino da tavola) die gesetzliche Bezeichnung für die unterste Qualitätsstufe ist, kommen heute viele sehr große, vielleicht sogar die größten Weine Italiens als vino da tavola auf den Markt. Die Weine werden nicht als Chianti bezeichnet, weil sie aus anderen Trauben gekeltert sind und nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die bekannteste Kreation ist neben dem Sassicaia der Tignanello von den Marchesi Antinori. Diese Weine werden aus 80 % Sangiovese und 20 % Cabernet Sauvignon gekeltert. Danach läßt man sie in barriques 18 bis 24 Monate reifen und nach der Flaschenfüllung noch mindestens ein Jahr reifen, bis sie  auf den Markt kommen.

Barriques sind kleine, 225 l Eichenholzfässer, die nur 1 bis 2 mal mit oben erwähnten Weinen gefüllt werden. Der Wein nimmt nach einer gewissen Zeit den Eichenholzton an. Jeder Weinbauer, der etwas auf sich hält, kreiert seinen eigenen Tafelwein, versehen mit dem Zusatz "affinato in botte die rovere" (verfeinert durch Lagerung in Eichenholzfässern).

Besonders zu erwähnen sind auch noch der Brunello di Montalcino und der Vino Nobile di Montepulciano. Montalcino liegt südlich, Montepulciano südöstlich von Siena.

Der Brunello, einer der hochkarätigsten Rotweine Italiens, verdankt seinen Erfolg der Familie Biondi Santi, der es nach 10-jähriger Pionierarbeit gelang, einen großartigen Brunello auf den Markt zu bringen. Sie hielt lange Zeit das Monopol auf den Brunello.

Er wird aus der gleichnamigen Traube gekeltert, kann bis zu 14 % Alkohol erreichen und muß 4 Jahre im Keller gelagert sein , davon 3 1/2 Jahre im Holzfass. Ein Spitzen-Brunello hat eine Lagerfähigkeit zwischen 50 und 100 Jahren.

Neben dem Brunello gibt es noch einen Qualitätswein, den Rosso di Montalcino. Er wird aus Brunello-Trauben 2. Wahl gekeltert und muß nur 1 Jahr im Holzfass ausgebaut werden.

In der Enoteca "La Fortezza" in Montalcino, in alten Burgmauern, können in einem wunderschönen Ambiente alle Brunellos und Rossos verkostet werden.

Der Vino Nobile di Montepulciano  besteht aus 50-70 % Prugnolo-Gentile-Trauben, 10-20 % Canaiolo und max. 5 % Trebbiano. 2 Jahre Faßlagerung ist vorgeschrieben.

In den siebziger Jahren wurde die Toskana zum Eldorado für Einsteiger, Umsteiger und Aussteiger aller Art. Alte Schlösser, Klöster, komplette Dörfer und traditionsreiche Betriebe sind heute im Besitz reicher Leute aus Mailand, Rom, Tokio, New York, London, Düsseldorf usw. Weingüter wie Castello di Volpaia, Villa Banfi, Castello di San Polo in Rosso, Badia a Passignano sind ein Beispiel dafür. Sie stellten die besten Önologen ein und produzierten so die Spitzenweine der Toskana.

Es gäbe noch viel über die Toskana zu erzählen, über Siena, San Gimignano, Lucca, Pisa, die Maremma und die schönen Strände gegenüber von Elba, doch wir müssen unsere Reise nach Süden fortsetzen.

Die größten, bedeutendsten Weinbaugebiete haben wir nun kennengelernt und werden deshalb die südlicheren Regionen nur noch kurz streifen. 

UMBRIEN ist die einzige Region Mittelitaliens, die keinen direkten Zugang zum Meer hat. Dafür verfügt sie über einen der größten Seen Italiens, den Trasimenischen See.

Wenn man  Umbrien hört, denkt man an die etruskische Provinzhauptstadt Perugia und an den Wallfahrtsort Assisi oder an das auf einem 200 Meter hohen Tuff- und Kalksteinfelsen gelegene malerische Orvieto. Apropos Orvieto, hier wächst natürlich auch der gleichnamige bekannte Weißwein Orvieto, der aus Trebbiano, Verdello, Grechetto und Malvasia-Trauben gekeltert wird.  Hier in Umbrien gedeihen auch schwarze und weiße Trüffel und wie nicht anders zu erwarten, ist die Küche hervorragend. Es gibt herrliche Fleisch- und Gemüsetöpfe aber auch viele Süßspeisen aus dem Backofen.

Durch die MARKEN gehts ziemlich schnell. Orte wie Ancona, Pesaro und der berühmte Wallfahrtsort Loreto müssen aber erwähnt werden. Der  bekannteste Weißwein ist der Verdicchio dei Castelli di Jesi und die roten heißen Rosso Piceno und Rosso Conero.

Nun gehts weiter durch das LATIUM, die ABRUZZEN und MOLISE. In Latien liegt die Landeshauptstadt Rom, ein Ziel seit Jahrtausenden, zu dem viele Wege führen.

Der Frascati und der Est Est Est (über dessen Namen sich viele Legenden ranken) sind die bekanntesten Weißweine dieser Region. Der Frascati wird aus einer Vielfalt von Reben erzeugt. 

Die Abruzzen sind ein Land der Gegensätze. Im Westen liegt der höchste Gipfel des Apennin, der  Gran Sasso und im Osten das Adriatische Meer. Bekannte Städte sind Chieti, Aquila, Pescara. Der bekannteste Wein ist der Montepulciano d`Abruzzo, der aus der Montepulciano Rebe erzeugt wird.

KAMPANIEN, APULIEN, BASILIKATA und KALABRIEN streifen wir nur.  In diesen südlichen Ländern wird der größte Teil an Tafel- und Landweinen ausgebaut, wobei in Apulien die größten Weinmengen Italiens erzeugt werden. Ein Großteil der Weine wird nach Frankreich exportiert und dort als Franz. Landwein verkauft. 

Doch in den letzten Jahren sind auch Weine von hoher Qualität im Mezzogiorno entstanden, die viele Weinkenner aufhorchen ließen. Wir werden in den nächsten Jahren noch viel von den Weinen in Süditalien hören.

Nun noch ein Sprung auf die Inseln.

Beginnen wir mit der 2.größten Italiens - SARDINIEN, mit seiner Haupt- und Hafenstadt Cagliari.

Schafzucht, Getreide, Obst, Gemüse und Wein sind für die meisten Bewohner Lebenserwerb.

Sardinien mit seinen wunderschönen Küsten (Costa Smeralda) aber auch seiner malerischen etwas schroffen Gebirgslandschaft bietet viele Kontraste. Der größte Teil der Insel ist Waldgebiet. Es handelt sich dabei um Korkeichenwälder.

Bei den Weinen ist der Nuragus di Cagliari der mengenmäßig führende. Bekannt sind aber auch der Cannonau di Sardegna und der weiße Vermentino di Gallura. Alle Weine haben einen hohen Alkoholgehalt. Sie werden auf dem Festland kaum angeboten.

Als letztes Ziel bereisen wir SIZILIEN, das Land wo die Zitronen blüh`n und wo die Mafia zu Hause ist.

Bei Sizilien kommt einem, wenn man an Wein denkt, sofort Marsala in den Kopf.

Schon Garibaldi, der Süditalien und Sizilien eroberte und so die Wiedergeburt eines italienischen Nationalstaates, das Risorgimento 1866 - die Einigung des Südens mit dem Norden - ermöglichte, dieser Garibaldi landete in Marsala und trank schon damals mit seinen Soldaten diesen süßen Tropfen.

Als Sizilien, wo die italienische Weinkultur begann, von den Arabern überfallen wurde, musste es mit seinen neuen Besitzern leben. Da der Koran Alkohol verbot, durfte in der Öffentlichkeit kein Wein mehr getrunken werden. Auch später litten die Weinberge unter den Überfällen vieler Armeen aus aller Welt. So ging die Weinkultur schwer zurück. Erst ab dem 16. Jahrhundert ging es wieder bergauf. Rund um Palermo, Syrakus und Catania wird heute der meiste Wein angebaut.

Der Etna bianco und der Etna rosso sind die bekanntesten Weine. Die ersten Reben dieses Weines sollen von Bacchus, der aus Griechenland nach Sizilien kam, am Fuße des Taormina gepflanzt worden sein.

Nun, da wir wieder bei den Griechen und den Anfängen der italienischen Weinkultur angelangt sind, hat sich der Kreis wieder geschlossen. Wir sind am Ende unserer Reise angelangt  und haben die Kunst zu Leben - das ARS VIVENDI der Italiener ein wenig kennen gelernt . Wenn wir nun die Heimreise antreten müssen, bleibt uns als Trost, dass wir mittlerweile auch in Deutschland die italienische Küche und italienische Weine genießen können.

Zum Schluss noch ein kurzes italienisches Sprichwort  

Chi beve birra, campa cent`anni  
chi beve vino, non muore mai!

Wer Bier trinkt, lebt hundert Jahre,
wer Wein trinkt, stirbt nie!

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Stand: 25.12.2009